Profil
Warum eigentlich „Tagesstätte
für spanische Kinder“?
Infolge der Vereinbarungen im Anwerbevertrag
zwischen Deutschland und Spanien (1960) kamen bis 1973 etwa 747.250
Spanier mit ihren Familien nach Deutschland, um hier zu leben und zu
arbeiten. Deutschland benötigte zu diesem Zeitpunkt
Arbeitskräfte, für die Gebiete Andallusien,
Extremadura und Galicien bot sich eine Möglichkeit der extrem
hohen Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Auf beiden Seiten bestand
die Vorstellung, daß diese Migration nur von kurzer Dauer
sein sollte.
Der Caritasverband erkannte früh die
Notwendigkeit spezifischer Sozialbetreuung und richtete ein
kulturspezifisches Betreuungsnetz ein. Die sogenannten
Migrationsdienste bestehen seit 1967 in der Trägerschaft des
Caritasverbandes für das Bistum Aachen. Hier entschloss man
sich 1969 für den Umbau der Anlage in der
Bierweiderstraße in die „Tagesstätte
für spanische Kinder“. Die Tagesstätte
befindet sich seit 1999 in Trägerschaft des Sozialdienstes
katholischer Frauen e.V. (SkF).
Inzwischen ist die dritte Generation Spanier hier
geboren und es gilt die Heimatkultur und Sprache zu bewahren. Viele
spanische Familien sind inzwischen in ihre Heimat
zurückgekehrt. Demzufolge sind heute auch Kinder anderer
Nationalitäten in der Tagesstätte vertreten.
Was uns ausmacht:
Die „Tagesstätte für
spanische Kinder“ bietet 55 Kindern (0,4 – Schuleintritt)
aus unterschiedlichsten Nationen Aufnahme und Platz. Die Vielfalt der
vertretenen Nationen prägt unseren Tagesstätten -
Alltag. Es ist uns wichtig ein partnerschaftliches friedliches
Miteinander mit Kindern, Eltern und Großeltern zu leben.
Notwendige Voraussetzung hierfür ist die Achtung
und Wertschätzung anderer
Nationalitäten und deren Kulturen. Dies gilt es Kindern und
Familien zu vermitteln und mit auf den Weg zu geben. Die Arbeit mit den
Kindern steht immer auch unter dem Aspekt des lebensnahen Lernens.
Unser Konzept des lebensnahen Lernens, des situationsorientierten
Planens und Handelns ist eine Einladung sich mit Kindern auf das Leben
einzulassen. Eine schriftliche Ausarbeitung der Konzeption liegt vor.
Seit Sommer 2008 bieten wir die drei durch KiBiz vorgesehenen Gruppenformen an:
a) Gruppenform 1c; 20 Kinder 2 Jahre bis Schuleintritt; 45 Stunden Betreuungszeit
b) Gruppenform 2c; 10 Kinder 0 – 3 Jahre; 45 Stunden Betreuungszeit
c) Gruppenform 3b und 3c; 25 Kinder 3 Jahre bis Schuleintritt; 35 und 45 Stunden Betreuungszeit
In der Praxis bedeutet dies, dass Kinder in den folgenden Gruppen betreut, begleitet und gefördert werden:
1) 15 Kinder; 0,4 - Schuleintritt mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
2) 15 Kinder; 0,4 - Schuleintritt mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
3) 25 Kinder, 3 – 6 Jahre mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
Zum jetzigen Zeitpunkt (März 2010) arbeiten alle Mitarbeiterinnen mit einem Beschäftigungsumfang
von 50% (eine Mitarbeiterin), 75% (zwei Mitarbeiterinnen) und 100% (sieben Mitarbeiterinnen).
Im Mai 2007 hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt Stolberg die Weiterentwicklung der „Tagesstätte
für Spanische Kinder“ gemeinsam mit der Kindertagsstätte „Zwergenburg“ zum Familienzentrum beschlossen.
Die erfolgreiche Zertifizierung zum Familienzentrum erfolgte im Sommer 2008. Aktuelle Termine und
Veranstaltungen z.B. zum Thema „Tagespflege“ erfahren Sie per mail oder telefonisch in den Kindertagesstätten.
(Zur Zeit haben wir zwei portugiesische und zwei
spanische Mitarbeiterinnen.)
Montag – Donnerstag 7:00 Uhr – 16:15 Uhr
(Betreuungszeit bis 16:00 Uhr)
Sprechstunde u. Anmeldung neuer Kinder:
Donnerstag 9:00 Uhr – 11:00 Uhr
14:00
Uhr – 16:00 Uhr
Im Sommer ist die Tagesstätte drei Wochen
geschlossen, sowie zwischen Weihnachten und Neujahr.
Wir bieten Eltern und Kindern
„Über Mittag Betreuung“, d.h. warmes
Mittagessen, welches in die Tagesstätte geliefert
wird. Zum Frühstück oder für den
Nachmittag bringen die Kinder etwas von zu Hause mit. Eltern zahlen bei
uns die monatlich anfallenden Aufwendungen für das
tägliche Mittagessen. Dieser Beitrag kann in der
Tagesstätte erfragt werden. Das zuständige Jugendamt
erhebt gesondert den jeweils zu zahlenden Elternbeitrag.
Über die Aufnahme der neuen Kinder wird im
Frühjahr eines jeden Jahres entschieden.
- Aufnahmekriterien der
„Tagesstätte für spanische Kinder“
- Mit unseren Aufnahmekriterien
möchten wir u.a. Aspekte wie Integration und Sprachförderung unterstützen.)
Aufnahme spanischer Kinder,
danach andere ausländische Nationalitäten
Aufnahme von mindestens drei bis fünf
deutschen Kindern pro Gruppe
Kinder von allein erziehenden Elternteilen
Berufstätigkeit beider
Elternteile
Schwierige Lebenssituation
der Eltern (z.B. Ausbildung, Umschulung)
Gruppenzusammensetzung
(gleichaltrige Spielpartner, Mädchen - Jungen,
Entwicklungsstand, Geschwisterkinder)
Anmeldedatum
Kinder aus Stolberg
(Stand der Aufnahmekriterien Juni 2010)
- Lage der „Tagesstätte für spanische Kinder“
Die Tagesstätte befindet sich im Stadtteil
„ Stolberg Mühle“ in einer ruhigeren
Seitenstraße. Die Verkehrsanbindung an öffentliche
Verkehrsmittel ist sehr gut, da mehrere Bushaltestellen nur etwa
fünf Minuten Fußweg von der Tagesstätte
entfernt liegen (Nähe Kaufhaus
“woolworth“). Auch der „Mühlener
Busbahnhof“ ist weniger als zehn Minuten entfernt, dort
befindet sich darüber hinaus eine Haltestelle der
„Euregiobahn“.
Die Tagesstätte liegt eingebettet zwischen
Wohnhäusern und ist in einem großzügig
geschnittenen Altbau untergebracht. Unser
Außengelände bietet den Kindern zahlreiche Spiel
– und Erfahrungsmöglichkeiten.
- Unsere pädagogischen Schwerpunkte
Wesentliche Merkmale
unserer pädagogischen Arbeit sind u.a.:
Für die interkulturelle
Gemeinschaft Interesse wecken, unmittelbares Miterleben
anregen und Kindern, sowie deren Familien, Raum für
ungezwungene Begegnungen geben.
Eine hohe Wertschätzung des
Kindes, bei der die Personalität,
die Individualität, die Kompetenz
und die Würde des Kindes im Vordergrund stehen.
Spielprozesse, die von den Kindern selbst initiiert
sind und Spaß machen.
Die Kinder werden mit ihren Interessen
und Fähigkeiten ernst genommen und erhalten
vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Den Kindern ein positives Vorbild
geben.
Unsere Erziehung aus dem Glauben
heraus und damit zum Glauben hin praktizieren und unser Tun
christlich begründen.
Das Leben in einer interkulturellen Gemeinschaft
bedeutet für die Kinder eine Bereicherung ihrer
Entwicklungsmöglichkeiten.
Förderung der Sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten
aller Kinder, unabhängig von Nationalität (z.B. durch das Projekt "Sprachförderclub")
Seit Sommer 2008 bieten wir die drei durch KiBiz
vorgesehenen Gruppenformen an:
a) Gruppenform 1c; 20 Kinder 2 Jahre bis Schuleintritt; 45 Stunden Betreuungszeit
b) Gruppenform 2c; 10 Kinder 0 – 3 Jahre; 45 Stunden Betreuungszeit
c) Gruppenform 3b und 3c; 25 Kinder 3 Jahre bis Schuleintritt; 35 und 45 Stunden Betreuungszeit
In der Praxis bedeutet dies, dass Kinder in den folgenden Gruppen betreut, begleitet und gefördert werden:
1) 15 Kinder; 0,4 - Schuleintritt mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
2) 15 Kinder; 0,4 - Schuleintritt mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
3) 25 Kinder, 3 – 6 Jahre mit 2 Erzieherinnen und 1 Kinderpflegerin
Zum jetzigen Zeitpunkt (März 2010) arbeiten alle Mitarbeiterinnen mit einem Beschäftigungsumfang
von 50% (eine Mitarbeiterin), 75% (zwei Mitarbeiterinnen) und 100% (sieben Mitarbeiterinnen).
Im Mai 2007 hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt Stolberg die Weiterentwicklung der „Tagesstätte
für Spanische Kinder“ gemeinsam mit der Kindertagsstätte „Zwergenburg“ zum Familienzentrum beschlossen.
Die erfolgreiche Zertifizierung zum Familienzentrum erfolgte im Sommer 2008. Aktuelle Termine und
Veranstaltungen z.B. zum Thema „Tagespflege“ erfahren Sie per mail oder telefonisch in den Kindertagesstätten.
- Projekt – „Sprachförderclub“:
In der dem Projekt vorausgehenden Planung im August 2008, haben wir uns gemeinsam im Team entschieden,
das bereits in der Einrichtung vorhandene Sprachförderprogramm „Wir verstehen uns gut“ von Elke
Schlösser als Grundlage bzw. Vorgabe für den „Sprachförderclub“ zu nutzen. Dies schien uns deshalb
die richtige Wahl, weil das Material aufeinander aufbaut, die Entwicklung und die Lebenswelt der
Kinder berücksichtigt und die Eltern mit einbezieht, ebenso aus spielerischen Elementen zusammengesetzt
ist und „ein Angebot zur steigenden sprachlichen Kompetenz der Kinder macht“ (siehe Elke Schlösser).
Darüber hinaus scheint es uns wichtig, für die Kinder unserer Einrichtung eine kleinschrittige
Herangehensweise zu wählen, da viele Kinder oft keine Grundlagen der deutschen Sprache beherrschen
bzw. auch in der eigenen Muttersprache oft schon Grundkenntnisse fehlen. Somit fehlt auch das so
notwendige Sprachgerüst einer gut erlernten Erstsprache, auf die alles Weitere aufbauen kann.
Unser Projekt „Sprachförderclub“ baut mit vier methodischen Bausteinen auf dem Pyramidenansatz auf:
Orientieren – Orientieren am Thema, Aufmerksamkeit darauf lenken,
Demonstrieren – Nahe an der Erfahrungswelt der Kinder anknüpfen, sinnliche Erfahrungen ermöglichen,
mit konkreten Situationen und Materialien arbeiten,
Erweitern – Begriffserweiterung durch Kontrastieren – vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede suchen,
nicht nur im Hier und Jetzt arbeiten,
Vertiefen – selbständig Probleme lösen, Hin – und Herschalten von sinnlichen Erfahrungen zu verschiedenen
Arten von Repräsentationen, schlussfolgern, reflektieren und abstrahieren.
Durchführung
Gründen von Kleingruppen auf Gruppenebene unter den Aspekten :
ähnlicher Entwicklungsstand, Höchstzahl 6 Kinder
Durchführung auf Gruppenebene, eine Mitarbeiterin ist zuständig
Dauer : 10 – 15 min , tägliche Durchführung
Aspekte des Vortages werden täglich wiederholt
Beginn und Ende einheitlich, d.h. : es gibt ein Begrüßungslied und ein Abschiedslied für alle
jede Gruppe hat eine Informationsecke – Clubecke, hier gibt es aktuelle Informationen,
die Kleingruppen sind farblich unterschiedlich dargestellt –
- miniclub: gelb,
mediclub: blau,
maxiclub: orange
die Durchführung erfolgt unter zu Hilfenahme einer Handpuppe, die täglich zum Einsatz kommt
9 Projektthemen für ein Jahr sind: Wer bin ich ?, Wer bist du?, Meine Familie?, Was gibt’s bei
uns im Kindergarten?, Wo wohne ich?, Bin ich krank?, Was sind das für Tiere?, Formen, Farben, Mengen?,
Was ist Schule?
Kontaktinformation
Tagesstätte für spanische Kinder
Bierweiderstraße 41, 52222 Stolberg
Tel.: 02402 / 22707
| Email: | inf | o@skf-st | olberg.de |
Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Stolberg
Leitung: Anja Kordes